Loss-of-Licence Versicherung als betriebliche Versicherung – Absicherung bei Flugdienstuntauglichkeit
Die betriebliche Loss-of-Licence (LoL) als Direktversicherung sichert in der Regel über eine laufende LoL-Rente ab. Wichtig: Diese Rente ist im Leistungsfall steuerlich (und ggf. sozialabgabenrechtlich) nachteilig, sodass netto oft weniger ankommt als erwartet. Davon zu trennen ist die von manchen Arbeitgebern gezahlte Einmalzahlung beim Verlust des Medicals – das ist keine Direktversicherung, sondern eine Arbeitgeberleistung; sie ist meist auf ein bis mehrere Jahresgehälter gedeckelt und reicht für den dauerhaften Lizenzverlust selten aus. Für Piloten, Hubschrauberpiloten, Flugschüler sowie Fluglotsen & Co. ist deshalb eine private LoL-Versicherung mit klaren, praxistauglichen Bedingungen entscheidend, die beim behördlichen Lizenzentzug durch ein nicht bestandenes Medical zuverlässig als LoL-Rente leistet. Reine Summenversicherungen mit Einmalzahlung empfehlen wir nicht (häufige Ausschlüsse, nachteilige Bedingungen). Auf Wunsch erhalten Sie Ihr maßgeschneidertes Angebot in 24 Stunden.
Warum nicht nur auf die betriebliche LoL-Direktversicherung setzen?
Viele Arbeitgeber bieten eine betriebliche Loss-of-Licence Versicherung als Direktversicherung an. Diese leistet in der Regel als laufende LoL-Rente – im Leistungsfall jedoch häufig steuer- und teils sozialabgabenpflichtig, so dass netto weniger ankommt. Zudem ist der Schutz oft an das Arbeitsverhältnis gekoppelt: Bei Wechsel, Auszeit oder Umstrukturierungen können Deckungslücken entstehen. Davon strikt zu trennen ist eine vom Arbeitgeber separat gewährte Einmalzahlung beim Verlust des Medicals (keine Direktversicherung) – sie ist meist auf ein bis mehrere Jahresgehälter begrenzt und reicht für eine dauerhafte Flugdienstuntauglichkeit selten aus.
Für Piloten, Hubschrauberpiloten, sowie Fluglotsen & Co. empfiehlt sich deshalb ergänzend oder alternativ eine private LoL-Versicherung mit klaren Bedingungen, arbeitgeberunabhängig und portabel. Sie kann passgenau auf Höhe und Dauer der LoL-Rente ausgelegt werden und leistet bei nicht bestandenem Medical und daraus folgendem behördlichem Lizenzentzug. Summenversicherungen mit Einmalzahlung stufen wir in der Regel hingegen als nicht empfehlenswert ein (Ausschlüsse, nachteilige Klauseln). So sichern Sie sich verlässlich gegen den echten finanziellen Bedarf ab – statt auf begrenzte Arbeitgeberleistungen zu vertrauen.
Wie funktioniert die LoL-Direktversicherung – und wo hakt es?
Bei der Direktversicherung schließt der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer eine Lebens-/Rentenversicherung zugunsten der Beschäftigten ab; bezugsberechtigt sind Mitarbeitende bzw. Hinterbliebene. Finanziert wird das in der Praxis über Arbeitgeberzuschuss und/oder Entgeltumwandlung aus dem Brutto – häufig in Gruppenverträgen. Damit ist die Gestaltung und laufende Administration an das Arbeitsverhältnis gekoppelt und nicht vollständig in der Hand der versicherten Person.
Nachteile in der Praxis: Leistungen aus der Direktversicherung zählen zu den Versorgungsbezügen und sind einkommensteuerpflichtig; in der gesetzlichen Krankenversicherung fallen oberhalb des jeweils geltenden Freibetrags zusätzlich Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an. Zudem senkt die Entgeltumwandlung während der Ansparzeit die Bemessungsgrundlage der Sozialversicherung – das kann langfristig niedrigere Ansprüche (z. B. gesetzliche Rente) nach sich ziehen. Beim Arbeitgeberwechsel ist eine Übertragung/Fortführung zwar möglich, aber von vertraglichen und organisatorischen Bedingungen abhängig und nicht automatisch – hier entstehen häufig Reibungsverluste.
LoL als betriebliche Direktversicherung – typische Fallstricke
Die betriebliche Loss-of-Licence (LoL) Direktversicherung wird häufig per Entgeltumwandlung bespart. Das senkt zwar heute die Abgaben, kann jedoch morgen spürbar Nettoleistung kosten: Leistungen aus der Direktversicherung gelten als Versorgungsbezüge und sind in der Regel steuerpflichtig; in der GKV fallen darüber hinaus auf Beträge oberhalb des monatlichen Freibetrags (187,25 € in 2025) Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an. Dadurch schrumpft die ausgezahlte LoL-Rente. Zusätzlich mindert die Entgeltumwandlung während der Ansparzeit die Ansprüche aus der gesetzlichen Sozialversicherung (u. a. spätere gesetzliche Rente).*
Neben der Netto-Frage wiegen die Struktur-Nachteile schwer: In der Direktversicherung ist regelmäßig der Arbeitgeber Versicherungsnehmer. Bei Jobwechseln oder Auszeiten endet die Umwandlungsvereinbarung – es drohen Portabilitäts- und Lückenrisiken, und Anpassungen an Karriere- bzw. Gehaltsentwicklung sind oft unflexibel. LoL-Bausteine sind in der Praxis zudem an Lebens-/Rentenpolicen gekoppelt, was eine saubere Trennung und eigenständige Steuerung erschwert. Wer die Absicherung unabhängig vom Arbeitgeber und langfristig planbar halten will, sollte diese Punkte gegen eine private LoL-Rente abwägen.
* Entgeltumwandlung reduziert das sozialversicherungspflichtige Brutto; dadurch werden geringere Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung gezahlt, was die späteren Rentenansprüche tendenziell mindern kann. Die Höhe des Effekts hängt u. a. von Umfang und Dauer der Umwandlung sowie den übrigen Versicherungszeiten ab.
LoL als betriebliche Direktversicherung im Praxischeck
Bei der betrieblichen Loss-of-Licence (LoL) Direktversicherung ist in der Regel der Arbeitgeber Versicherungsnehmer, die/der Beschäftigte ist versicherte Person und bezugsberechtigt. Die Finanzierung erfolgt über Arbeitgeberzuschuss und/oder Entgeltumwandlung; häufig als Gruppenvertrag. Bei Entgeltumwandlung gelten Anwartschaften zwar sofort als unverfallbar, dennoch bleibt die Police organisatorisch an den Arbeitgeber gebunden. Ein Arbeitgeberwechsel führt daher in der Praxis zu Portabilitätsfragen (Übertragung, Fortführung privat/ruhend), die von den beteiligten Trägern und Vertragsklauseln abhängen und nicht automatisch gelöst sind.
Nachteile in der Leistungs- und Nettobetrachtung: Leistungen aus Direktversicherungen zählen als Versorgungsbezüge und sind einkommensteuerpflichtig; in der GKV fallen oberhalb des jeweils geltenden Freibetrags zusätzlich Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an. Außerdem reduziert die Entgeltumwandlung während der Ansparzeit die sozialversicherungspflichtige Bemessungsgrundlage – das kann langfristig zu niedrigeren Ansprüchen (z. B. gesetzliche Rente) führen. Hinzu kommt die geringere Flexibilität vieler Direktversicherungen (Kopplung an Renten-/Lebenspolicen, eingeschränkte Änderungsoptionen), was bei LoL-Absicherungen mit spezifischen Anforderungen von Piloten, Hubschrauberpiloten, Flugschülern und Fluglotsen spürbar sein kann.
Wie funktioniert die LoL-Direktversicherung – und wo hakt es?
Bei der Direktversicherung schließt der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer eine Lebens-/Rentenversicherung zugunsten der Beschäftigten ab; bezugsberechtigt sind Mitarbeitende bzw. Hinterbliebene. Finanziert wird das in der Praxis über Arbeitgeberzuschuss und/oder Entgeltumwandlung aus dem Brutto – häufig in Gruppenverträgen. Damit ist die Gestaltung und laufende Administration an das Arbeitsverhältnis gekoppelt und nicht vollständig in der Hand der versicherten Person.
Nachteile in der Praxis: Leistungen aus der Direktversicherung zählen zu den Versorgungsbezügen und sind einkommensteuerpflichtig; in der gesetzlichen Krankenversicherung fallen oberhalb des jeweils geltenden Freibetrags zusätzlich Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung an. Zudem senkt die Entgeltumwandlung während der Ansparzeit die Bemessungsgrundlage der Sozialversicherung – das kann langfristig niedrigere Ansprüche (z. B. gesetzliche Rente) nach sich ziehen. Beim Arbeitgeberwechsel ist eine Übertragung/Fortführung zwar möglich, aber von vertraglichen und organisatorischen Bedingungen abhängig und nicht automatisch – hier entstehen häufig Reibungsverluste.
LoL-Direktversicherung: Nettoleistung & Vertragslogik im Blick
Die betriebliche Loss-of-Licence (LoL) Direktversicherung wirkt durch Entgeltumwandlung und Arbeitgeberzuschuss zunächst effizient. Entscheidend ist jedoch, was im Leistungsfall netto ankommt und wie flexibel der Vertrag ist. Viele Lösungen sind arbeitgebergebunden, an eine Lebens-/Rentenpolice gekoppelt und definieren die Leistung strikt nach internen Richtlinien (z. B. Nachweisen, Wartezeiten, Ausschlüssen). Bei Jobwechsel oder Auszeit stellen sich Fragen der Fortführung/Übertragung; dynamische Anpassungen an Karriere- und Gehaltssprünge sind oft nur eingeschränkt möglich. Für Piloten, Hubschrauberpiloten und Fluglotsen zählt deshalb eine sauber planbare LoL-Rente mit klaren, praxistauglichen Bedingungen – statt Abhängigkeiten von Arbeitgeberprozessen oder starren Gruppenklauseln.
LoL-Direktversicherung – Kurzfazit
System in Kürze
Arbeitgeber ist Versicherungsnehmer – Finanzierung via Arbeitgeberzuschuss/EntgeltumwandlungDie betriebliche Loss-of-Licence (LoL) Direktversicherung wird meist als Lebens-/Rentenpolice zugunsten der Beschäftigten geführt. Beiträge laufen über Arbeitgeberzuschuss und/oder Entgeltumwandlung. Die Verwaltung ist damit an das Arbeitsverhältnis gekoppelt; bei Wechsel oder Auszeit sind Übertragung/Fortführung zu klären. Leistungen erfolgen in der Regel als LoL-Rente.
Typische Nachteile
Nettoperspektive & Flexibilität im Blick behaltenLeistungen aus der Direktversicherung zählen als Versorgungsbezüge und sind steuerpflichtig; in der GKV fallen oberhalb des Freibetrags zudem Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge an – die Nettoleistung schrumpft. Während der Ansparzeit reduziert Entgeltumwandlung die Sozialversicherungsbemessung (spätere Ansprüche können sinken). Häufige Kopplung an Renten-/Lebenspolicen limitiert Flexibilität; dynamische Anpassungen an Karriere/Gehalt sind oft nur eingeschränkt möglich.
LoL-Direktversicherung – Stärken & Schwächen
Nettoleistung
Leistungen aus der LoL-Direktversicherung zählen zu den Versorgungsbezügen – im Ergebnis kann die Netto-Rente geringer ausfallen als erwartet. Entscheidend ist die realistische Bedarfskalkulation über die gesamte Leistungsdauer.
Arbeitgeberbindung
In der Direktversicherung ist der Arbeitgeber Versicherungsnehmer. Bei Wechsel oder Auszeit entstehen Portabilitäts- und Fortführungsfragen – organisatorisch nicht immer reibungslos.
Flexibilität
LoL-Bausteine sind oft an Lebens-/Rentenpolicen gekoppelt. Dynamiken an Karriere & Gehalt oder spätere Anpassungen sind damit teils eingeschränkt – wichtig für Piloten, Fluglotsen, Flugschüler & Hubschrauberpiloten.
Transparenz & Vergleich
Prüfen Sie Klauseln, Nachweise, Wartezeiten und die Definition von Flugdienstuntauglichkeit (Medical/Behörde). Ein Vergleich mit einer privaten LoL-Rente zeigt, welche Lösung Ihren Bedarf wirklich deckt.